Arusha ist Tanzanias Drehscheibe des Tourismus. Es ist Handels- und Verwaltungszentrum, in dem die Touristen übernachten und ihre Safari in die nahegelegenen National-parks Arusha, Tarangire, Lake Manyara, Kilimanjaro, Ngoron-goro-Krater und Serengeti organisieren. In der näheren Umge-bung liegt das Dorf Monduli in der Massai-Trockensavanne. Es wird begrenzt von den über 2.600 m hohen Monduli-Mountains. Es ist Zentrum der Massai und liegt direkt an der Buschgrenze mit seiner ganzen Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Neben einigen öffentlichen Schulen gibt es noch ein Kranken-haus, ein berufliches Ausbildungs- und ein Behindertenzentrum der Caritas und eine katholische Gemeinde. Mittelpunkt des Ortes ist der Markt, auf dem auch sonntags der Massai-Markt stattfindet. Hier leben die meisten der betreuten Familien in ihren einfachen Lehmhütten, ohne fließend Wasser und oft auch ohne Strom. Großfamilien wohnen oft auf wenigen Quadratmetern zusammen. Mittelpunkt der Hütten ist die Kochstelle und abends werden die wenigen Habseligkeiten zusammengeräumt, um allen Platz zum Schlafen zu schaffen. Ein großer Teil des Lebens spielt sich vor den Hütten ab. Die eng aneinander gebauten Hütten vermitteln den Endruck eines kleinen, abgegrenzten Viertels. Als Toiletten werden mit Reisig und Blättern verkleidete Erdlöcher benutzt. Wasser wird von den Frauen an den wenigen Wasserstellen im Dorf oder auf dem Markt geholt. Nicht selten dauert dies je nach Entfernung mehrere Stunden täglich. In kleinen Gärten wird das Nötigste zum Überleben angebaut und, was man selbst nicht braucht, auf dem Markt verkauft. Durch die Herstellung kleiner Schmuckstücke können sich einige ihre Haushaltskasse noch etwas auffüllen. Trotz dieser primitivsten Wohnverhältnisse und der teilweise großen Armut, strahlen die Bewohner Zufriedenheit aus.
In allen betreuten Familien von Monduli und den Massai-Dörfern spürt man die große Dankbarkeit, für die Hilfe, die sie erhalten oder erhalten haben.